Montag, 26. Oktober 2009

Immer diese Holländer

Passt irgendwie zum vorletzten Beitrag

Samstag, 24. Oktober 2009

Wirtschaftskrisen

Heute vor 80 Jahren, am 24.10.1929, auch bekannt als Black Thursday, begann mit einem Börsencrash eine Weltwirtschaftskrise mit gewaltigem Ausmaß. 1930 schrieb Kurt Tucholsky das folgende Gedicht, von dem man meinen könnte, es sei gerade erst entstanden. Danke an Samy, der das mal im RD2001-Forum geposted hat.

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muß eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.


Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in
"Die Weltbühne"

Stasi 2.0


Nun kommt der Bundestrojaner demnächst direkt aus dem Finanzministerium. Onlinedurchsuchung nicht nur bei Terrorverdacht, sondern auch bei Verdacht auf Steuerhinterziehung. Nach seiner Nominierung zum künftigen Bundesfinanzminister kann Schäuble sein liebstes Steckenpferd einbringen. Vielleicht nimmt er als erstes einmal die schwarzen Parteikassen aufs Korn. Erfahrung damit sollte er ja haben. Dann findet er möglicherweise heraus, wo die 100.000 DM geblieben sind, die er damals vom Waffenhändler Schreiber bekommen hat. Aber nein, da sei Tante Westerwelle vor.

This time it's gonna be different - trust me!

">

Samstag, 17. Oktober 2009

Paolo Nutini - live @ T in the Park 2009

Obwohl kein Newcomer, für mich die Entdeckung des Jahres: Paolo Nutini, Schotte mit italienischen Wurzeln. Seine beiden CD´s These Streets und Sunny Side Up laufen momentan bei mir rauf und runter. Hier Candy von einem Live-Konzert in Schottland.

Freitag, 16. Oktober 2009

Sorry about your titties

Der Teilnehmerin einer Reality-Show platzen nach einem Sprung aus großer Höhe die Silikon-Implantate. I popped my fucking implants.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Das Arschloch der Woche: Thilo Sarrazin

Zitate des Vorstandsmitglieds der Bundesbank, ehemals Finanzsenator in Berlin, ehemals Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Thilo Sarrazin


"Hartz IV Empfänger sind erstens mehr zu Hause, zweitens haben sie es gerne warm, und drittens regulieren viele die Temperatur mit dem Fenster."

Über den Energieverbrauch von Hartz IV Empfängern


"Wenn die Energiekosten so hoch sind wie die Mieten, werden sich die Menschen überlegen, ob sie mit einem dicken Pullover nicht auch bei 15 oder 16 Grad Zimmertemperatur vernünftig leben können."

Über Hartz-IV-Empfänger


"Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert."

Über Migranten


"Wer als Hartz IV Empfänger die Kraft für ein Ehrenamt hat, sollte vielleicht mal die Kraft aufbringen, sich um Arbeit zu bemühen und dort seine ersten Aktivitäten hineinlegen."
Zur Vergütung von Hartz IV Empfängern, die ehrenamtlich arbeiten


"Ehe jetzt einer im 20. Stock sitzt und den ganzen Tag nur fernsieht, bin ich schon fast erleichtert, wenn er ein bisschen schwarz arbeitet."

Über Steuerhinterziehung


"Ihr seid alles Arschlöcher."

Über Studenten, die im November 2003 sein Büro besetzt hatten

Wer ist hier das Arschloch?

Sonntag, 13. September 2009

Ales uberflusiges seug

Die Rationalisierung greift um sich. Allein die deutsche Sprache blieb
bisher weitgehend von diesem Trend unbeeinflußt. Dem müßte abgeholfen werden.

Etwa so:

Schritt 1: Die Großbuchstaben werden ausgemerzt;
dem steht wenig bis gar nichts im weg. schon viele firmen sind intern
zur kleinschreibung übergegangen; telex und telegramm sowieso.

schritt 2: dehnungen und verschärfungen fallen weg.
diese masname beseitigt di gröste felerursache in der grundschule, sin und unsin der denungen und verdopelungen hat onehin nimand kapirt.

schrit 3: v und ph werden durch f ersetzt, z wird durch s ersetst,
ebenso sch.
das alfabet wird um einige buchstaben redusiert. sreibmasinen und
setsmasinen werden übersichtlich.

srit 4: q, c, ch werden ersetst durch k, aus j und y wird i, aus pf wird
f.
iest sind son seks bukstaben ausgesaltet. di suleit kann um swei iare
ferkürst werden. auserdem könen stat deuts nüslisere fäker wi fisik,
kemi und reknen gelert werden.

srit 5: wegfal fon ä, ö, und ü sowi eliminirung der satsseiken. ales
uberflusige is iest ausgemerst di ortografi wider slikt und einfak
naturlik benotigt es einige seit bis dise fereinfakung uberal riktig
angewand wird fileikt satsungsweise drei iare anslisend mus man sik als nakstes di nok unsinigere gramatik fornemen dafon mer in kurse

Montag, 7. September 2009

Kings of Leon - Notion

Warum habe ich bisher nichts von denen gehört? Großartige Mucke.

Donnerstag, 3. September 2009